Trauerrednerin
Barbara Prinz

Freie Trauerrednerin aus Flensburg für Schleswig Holstein.

Schon relativ früh in meinem Leben wurde ich mit dem Thema Tod & Trauer konfrontiert. Dabei habe ich mit der Zeit und teils sehr schmerzlichen Erfahrungen eine Haltung zu diesem Thema entwickelt. Das machte mich stark im Umgang mit diesem Thema.

Mein Lebensweg, der 1965 in Bochum begann, führte mich in sehr viele Länder und Kulturen. So gehe ich gerne auf Menschen zu, interessiere mich für ihre Ideen und Lebensgeschichten. Ich liebe nicht nur Sprachen, sondern auch unsere Sprache im Besonderen. Dieses wunderbare Werkzeug verzaubert manche Situationen, mögen sie auch noch so traurig sein. Besonders die Verabschiedung von geliebten Menschen liegt mir am Herzen.

Respekt, gefühlvolle Worte, die noch einmal ins Herz treffen und Akzente setzen, um ein Leben noch einmal zu beleuchten. Die Spuren der Erinnerung zu vertiefen, genau das setze ich mir in meinen Reden zum Ziel.

Was war meine Überlegung mich für Sie als Trauerrednerin ausbilden zu lassen?

Nichts fühlt sich in einem Leben trauriger an, als der Tod eines nahestehenden Menschen. Diese extreme Gefühlssituation will verarbeitet werden. In dem Moment des Abschieds dem Leben des Gehenden nicht gerecht zu werden und nicht die richtige Würdigung in der Trauerzeremonie zu erfahren, schmerzt umso mehr, weil dieser eine Moment nicht wiederholbar ist. Worte, die wir von diesem Tag mitnehmen, können befrieden, versöhnen und begleiten uns, die wir zurück bleiben, unser restliches Leben.

In meinem Leben habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen bei der Verabschiedung von sehr lieb gewonnenen Menschen gemacht oder auch manchmal machen müssen. Dann gab es einen Moment, der alles veränderte: Bei einer Trauerfeier in meiner Familie berührten mich die Worte einer sehr erfahrenen freien Rednerin, Barbara Thoms aus Holzminden. Diese Worte hallten nach und ich beschloss, mich zur Trauerrednerin ausbilden zu lassen. Einen besseren Coach an meiner Seite hätte ich mir nicht vorstellen können.

Was zeichnet mich dabei aus? Einfühlsam auf die engen Hinterbliebenen zuzugehen, in Ruhe die richtigen Fragen zu stellen, ein möglichst rundes Bild zu zeichnen und die wichtigsten Momente noch einmal aufleben zu lassen. Gerne übernehme ich die Rolle als Interpret einer Lebensgeschichte. Meine Reden sind von Wohlwollen getragen, mit viel Respekt für die Person, die Sie verlassen hat aber auch für die Trauergemeinde. Mag der Verlust auch noch so schwer sein, so wird die Zuversicht in meinen Reden, die von Herzen kommen, niemals fehlen. Verabschieden heißt auch Danke sagen.

„Dass die Menschen sterben, die wir lieben, lässt sich nicht vermeiden, doch darüber nachzugrübeln oder bitter zu werden, ist die reinste Verschwendung von Lebenszeit.“
– Buddha